Unwetter 16. September 2026

Ein Rückblick auf eine lange Nacht und einen ausgiebigen Tag danach.

Am 16. September um 18:13 Uhr hörten wir, zum ersten Mal in dieser Nacht, die Sirenen der Kematner Feuerwehren. Nach starken Windböen und großen Hagelkörnern hatten viele schon bei der Anfahrt ins Feuerwehrhaus die Befürchtung, dass eine lange Nacht vor ihnen liegt.
Nach dem ersten Eintreffen im Feuerwehrhaus war es dann klar: hier wird mehr als nur ein Einsatz auf uns zukommen. Schnell wurde die Florian-Station in Kematen zur Einsatzzentrale für das gesamte Gemeindegebiet. Von hier aus wurden die eingehenden Einsätze an die Trupps aller drei Feuerwehren koordiniert. Den ganzen Abend, die ganze Nacht wurden hier Einsätze aufgenommen, Unterlagen gesammelt, Lagemeldungen erfasst, gefunkt, telefoniert, Besprechungen durchgeführt, Gruppen eingeteilt. Die hier „im Hinterzimmer“ geleistete Arbeit stellte sicher, dass Einsätze nach Priorität gereiht und mit den erforderlichen Mitteln abgearbeitet werden konnten.
Was hier beschlossen wurde, hat der Großteil der Freiwilligen aus den Feuerwehren Kematen, Achleiten und Gerersdorf-Schachen ausgeführt. Es wurden Keller ausgepumpt, Dachziegel eingehängt, Planen über Lücken in Dächern gespannt, Bäume von Straßen entfernt, Bäume von Gebäuden entfernt, Straßensperren errichtet, Ölbindemittel ausgebracht, Fahrzeuge geborgen. 27 verschiedene Einsätze wurden bis weit in die Nachtstunden bei strömendem Regen gemeinsam abgearbeitet. Was in dieser Nacht und dem darauffolgendem Tag tatsächlich geleistet wurde, lässt sich kaum in Worte fassen – die Bilder unten sprechen für sich.
Möglich war diese rasche und umfassende Abarbeitung nur durch das enge Zusammenspiel mit anderen Einsatzorganisationen und Stellen. Die Polizei unterstützte bei der Absicherung von Straßensperren. Der Bauhof der Gemeinde Kematen stand mit Fahrzeugen, Gerät sowie Personal zur Bedienung zur Seite. Zusätzlich rückten auch Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden zur Unterstützung an oder stellten Einsatzmaterial zur Verfügung. Erst dieses Miteinander aller Beteiligten machte es möglich, die Vielzahl an Einsätzen in dieser kurzen Zeit zu bewältigen.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die in dieser herausfordernden Nacht mit angepackt haben. Bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Kematen, Achleiten und Gerersdorf-Schachen, die trotz strömenden Regens und Erschöpfung bis zum Schluss durchgehalten haben, ebenso wie bei der Polizei und den Bauhofmitarbeitern, sowie den unterstützenden Nachbarfeuerwehren FF Sattledt, FF St. Florian und FF Kremsmünster. Auch bei den zahllosen weiteren Helfer:innen, die mit dem Bestellen von Einsatzmaterialen, schwerem Gerät wie Traktoren oder Kräne oder aber auch mit Verpflegung zum erfolgreichen Abarbeiten der Einsätze beigetragen haben. Dieser Zusammenhalt zeigt einmal mehr, worauf man sich in unserer Gemeinde verlassen kann.

Erstellt am 19.09.2026

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